Die deutsche Pflegeversicherung
- SalusMAX

- 28. Okt.
- 3 Min. Lesezeit
wie sie entstand, was sie leistet und warum sie nicht steuerfinanziert ist
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Pflege – eine gemeinsame Aufgabe
Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen – plötzlich, schleichend, in jedem Alter. Bis 1995 gab es in Deutschland jedoch kein einheitliches System, das Menschen in dieser Situation zuverlässig absicherte. Angehörige mussten Pflege organisieren und gleichzeitig die Kosten tragen.
Das änderte sich mit dem Pflegeversicherungsgesetz, heute bekannt als SGB XI. Damit wurde Pflege als eigene Säule im Sozialversicherungssystem verankert – gleichberechtigt neben Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Seitdem gilt: Pflege ist keine reine Familiensache mehr, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung, die auf Solidarität beruht.
Dieser Gedanke prägt auch unsere Arbeit bei [SalusMAX]:
Wir wollen Menschen unterstützen, damit sie so lange wie möglich zu Hause leben können, mit professioneller Pflegeberatung, empathischer Alltagsbegleitung und starker Unterstützung für pflegende Angehörige.

Wie die Pflegeversicherung entstand
Die soziale Pflegeversicherung (SPV) wurde 1994 beschlossen und 1995 eingeführt. Sie ist die jüngste der fünf Säulen der Sozialversicherung.
Ihr Ziel war es, Pflegebedürftige finanziell zu entlasten und die bisherige „Hilfe zur Pflege“ aus der Sozialhilfe zu ersetzen.
Dabei wurde das Grundprinzip festgelegt: „ambulant vor stationär“.
Das bedeutet, dass Pflege vorrangig im häuslichen Umfeld stattfinden soll – mit Unterstützung durch [Pflegeberater:innen], [ambulante Pflegedienste] und Angehörige. Erst wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kommt eine stationäre Versorgung in Betracht.
Das Teilkasko-Prinzip – was bedeutet das?
Die Pflegeversicherung funktioniert nach dem Teilkasko-Prinzip (Eigentlich gefällt uns dieser Vergleich nicht, denn es geht ja schließlich um Menschen und nicht um Gegenstände. Der Vergleich hilft jedoch sinnbildlich dabei, das Prinzip gut verstehen zu können).
Das heißt: Sie übernimmt nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten.
Die restlichen Ausgaben, etwa für Unterkunft, Verpflegung oder zusätzliche Betreuung, müssen Pflegebedürftige selbst tragen.
Dieses Modell wurde gewählt, um die Beiträge bezahlbar zu halten und gleichzeitig eine Grundsicherung zu schaffen.
So bleibt die Pflegeversicherung ein System, das sowohl Eigenverantwortung als auch Solidarität fördert.
Warum keine Steuergelder verwendet werden
Ein besonderes Merkmal des SGB XI ist die Beitragsfinanzierung (Umlageverfahren).
Die Pflegeversicherung wird nicht aus Steuern bezahlt, sondern über feste Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
Das hat mehrere Vorteile:
Die Finanzierung ist stabil und planbar.
Leistungen sind unabhängig von Haushaltsentscheidungen.
Es besteht Transparenz, wer einzahlt und wofür die Mittel verwendet werden.
Allerdings führt dieses System auch dazu, dass mit steigenden Pflegekosten oft höhere Eigenanteile entstehen.
Eine gute Pflegeberatung hilft dabei, Leistungen optimal auszuschöpfen, Zuschüsse zu beantragen und Überforderung zu vermeiden.
Reformen und Entwicklungen
Seit der Einführung des SGB XI wurde das Gesetz mehrfach weiterentwickelt.
Ziel war es, Pflegebedürftige besser zu unterstützen und die Qualität der ambulanten Pflege zu sichern.
Wichtige Reformen waren z.B. das Gesundheitsversorgungs- und Weiterentwicklungsgesetz (GVWG) sowie das Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz (PUEG).
Diese Anpassungen brachten zwar Verbesserungen bei Leistungen und Tarifen, zeigten aber auch, wie komplex die Finanzierung von Pflege geworden ist.
Das geplante Pflegekompetenzgesetz (PKG), das Pflegefachkräften mehr Eigenverantwortung geben sollte, befindet sich derzeit noch in der politischen Abstimmung und Umbenennung. Es bleibt spannend.
Ambulante Pflege – nah am Menschen
Die ambulante Pflege ist damit das Herzstück unseres Pflegesystems.
Sie ermöglicht Selbstständigkeit, Würde und Lebensqualität im eigenen Zuhause.
Doch auch sie steht vor Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigende Anforderungen und wirtschaftlicher Druck belasten viele Dienste.
Hier setzt die Arbeit von SalusMAX an – mit einem vernetzten Pflegenetzwerk in Düsseldorf und Umgebung.
Dank geprüfter Partner können Leistungen schnell und zuverlässig organisiert werden.
Fazit: Pflege mit System – und mit Herz
Das SGB XI hat die Grundlage geschaffen, Pflege in Deutschland fairer und verlässlicher zu gestalten.
Doch die Pflegeversicherung bleibt ein Balanceakt zwischen Solidarität, Eigenverantwortung und Wirtschaftlichkeit.
Was Zahlen und Paragrafen nicht ausdrücken können, ist das, was im Mittelpunkt stehen sollte: der Mensch.
Darum ist Pflege mehr als Leistung – sie ist Beziehung, Vertrauen und Begleitung.
Genau hier setzt SalusMAX an:
Mit menschlicher Pflegeberatung, unabhängiger Unterstützung und einem klaren Ziel –
Pflege soll entlasten, nicht überfordern.





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