Der Gutachter kommt.....



Wie schon in dem Beitrag zum Antrag zur Pflege erwähnt, ist eine gute Vorbereitung auf diesen Termin sehr wichtig. Dieser Termin ist lediglich eine Momentaufnahme der aktuellen Situation im Bezug auf die eigene Selbstständigkeit. Ganz wie bei Klassenarbeiten in der Schule, oder Prüfungen im Studium, hat man gute- jedoch aber auch immer schlechte Tage, Blackouts durch Aufregung, oder man vergißt einfach etwas. Ist somit der Begutachtungstermin an einem besonders guten Tag, bei dem sich Pflegebedürftige ausgesprochen gut und besser als sonst fühlen, so kann dies natürlich auch das Gesamtergebnis mehr in das "Selbstständigere" rücken. Oft ist es auch für viele Menschen ein Problem, sich, aber auch anderen gegenüber, einzugestehen, dass man Hilfe im alltäglichen Leben benötigt und man will den Gutachtern gegenüber nicht so richtig raus mit der Sprache.


Wer sich also gute für diesen Termin vorbereitet hat, ist damit klar im Vorteil und läuft weniger Gefahr, einen evtl. nicht korrekten Pflegegrad zu erhalten.


Was Sie benötigen...


1. Datensammlung: Sammeln sie all ihre zur Verfügung stehenden Befunde zusammen. Befanden Sie sich im Krankenhaus? Haben Sie eine Reha-Einrichtung besucht? Haben Sie einen Medikamentenplan? Welche Unterlagen können Sie bei Ihrem Hausarzt, Facharzt und/oder Therapeuten (z.B. Physio-/ Ergotherapie) erhalten? Fragen Sie nach und holen Sie alles zur Verfügung stehende ein, damit die Daten beim Begutachtungstermin bereit liegen. Ihr/e Gutachter/in wird es Ihnen danken, erleichtert es doch immens die Datenerfassung.


2. Pflegetagebuch: Es empfiehlt sich vor dem Begutachtungstermin ein Pflegetagebuch zu führen. Hier kann man über einen gewissen Zeitraum notieren, welche Aktivitäten des alltäglichen Lebens nicht mehr, oder nicht mehr ganz, selbstständig durchgeführt werden. Hiermit gehen sie sicher, dass sie während des Termins keine Aspekte vergessen, was sehr schnell in einem Gespräch passieren kann. Das Pflegetagebuch können sie den Gutachtern ebenso in Kopie mitgeben, damit es in die Bewertung mit einfließt. Wie im Beitrag "Antrag zur Pflege" erwähnt, kursieren diverse mehr oder minder aktuelle Pflegetagebücher im Internet. Wenden sie sich hier an einen Fachmann, gehen sie zu Pflegestützpunkten/ Pflegebüros der Stadt, oder fragen sie einfach uns! Wichtig ist immer das die vorgelegten Unterlagen dem aktuellen Stand des GKV Spitzenverbands entsprechen.








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