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Wohin im Alter ?

Vorausschauende Pflegeberatung: Einblick in häufig gestellte Fragen

Im Laufe des Lebens stellen sich viele von uns die Frage, wie die Versorgung im Falle einer plötzlichen oder schleichenden Pflegebedürftigkeit aussehen könnte. Diese Überlegungen betreffen nicht nur die betroffenen Personen selbst, sondern auch ihre Angehörigen, die oft mit der Planung und Organisation konfrontiert sind. Vor diesem Hintergrund haben wir kürzlich einen Fragenkatalog erhalten, den wir mit freundlicher Unterstützung einer Familie anonymisiert mit Ihnen teilen dürfen. Dieser Fragenkatalog umfasst eine Vielzahl von Themen, die täglich in der Pflegeberatung diskutiert werden und bietet einen Einblick in die vielschichtigen Überlegungen, mit denen Menschen sich im Hinblick auf zukünftige Pflegeszenarien befassen.


Dieses Dokument erreichte uns:


"Fragenkatalog prophylaktische Pflegeberatung

PRAKTISCHES:

Mit was für „Vorstufen“ ist vor einer Pflegebedürftigkeit zu rechnen?

Was für Hilfen gibt es dafür (zB Einkauf-, Haushalt…)?

Und wo?

Ist eine Entscheidung über Pflege immer unwiderruflich?

D.h. gibt es Fälle, in denen zeitweilige Pflegebedürftigkeit besteht? Und dann wieder nicht.

Wie löst man das?


Im Fall einer dauerhaften Pflegebedürftigkeit; was für Optionen gibt es und welche sind wann empfehlenswert?

(Also Seniorenresidenz, Pflegeheim, live-in Pflege?)

Wie früh muß man sich da kümmern/anmelden, muß man da auf irgendwelchen Listen sein?

Da wir live-in-Pflege bevorzugen, welche Optionen gibt es da (Agenturen, Einzelpersonen, Organisationen)?

(Wie früh muß man sich da kümmern/anmelden, muß man da auf irgendwelchen Listen sein?)

Wäre live-in-Pflege in der Düsseldorfer Wohnung durchführbar? (Ortstermin)

Ist ein Hund im Haushalt ein Problem für die live-in-Pflege?

Wie schnell geht die Organisation/ Anstellung/ Einzug einer Pflegekraft? Wie kurzfristig ist das möglich im Akutfall?

Was wäre im unwahrscheinlichen, aber schlimmen Fall, daß beide Personen gleichzeitig pflegebedürftig sind?

Mit was für Kosten ist generell zu rechnen? Und wer trägt die?

 

ADMINISTRATIVES:

Für den jeweils nicht betroffenen Ehepartner oder mich als Angehörige:

An welche Stellen muß ich mich wenden? (Ärzte, Krankenkasse…)

Was muß ich alles beantragen? Wann? In welcher Reihenfolge?

Was für Unterlagen muß ich dafür beschaffen?

Was kann oder sollte man ggfs. jetzt schon vorbereiten?"


Eine derartige Pflegeberatung mit Menschen, welche sich um künftige Szenarien Gedanken machen, begrüßen wir sehr und danken an dieser Stelle dieser Familie, dass wir diese Zeilen in unserem Blog teilen dürfen.


Wie die möglichen Versorgungsformen in der Realität aussehen, möchten wir Ihnen im Folgenden ganz kurz schildern. Bei Anregungen, Wünschen und/oder näheren Erläuterungen können Sie uns wie gewohnt kontaktieren.


  1. Ambulante Pflege/Betreuung/Begleitung Zuhause: Die ambulante Pflege bietet eine individuelle Betreuung und Unterstützung direkt im vertrauten Zuhause. Professionelle Pflegekräfte kommen regelmäßig vorbei, um bei Bedarf medizinische und grundpflegerische Versorgung zu leisten. Hilfe im Haushalt, Begleitung oder einfach Gesellschaft bietet die wachsende Anzahl an Betreuungsdiensten, welche sich auf nicht körpernahe Unterstützung spezialisiert haben und sich dadurch vom klassischen Pflegedienst unterscheiden.

  2. Umzug in stationäre Einrichtungen: Für Menschen, die nicht mehr alleine zu Hause leben können oder möchten, gibt es verschiedene stationäre Versorgungsmöglichkeiten. Dazu zählen Seniorenresidenzen, in denen ein gewisses Maß an Selbstständigkeit erhalten bleibt, Pflege-Wohngemeinschaften, die eine familiäre Atmosphäre bieten, oder Pflegeheime, die eine intensive Rund-um-die-Uhr-Betreuung gewährleisten. Auch hier werden entsprechend Einrichtung dahingehend unterschieden, ob sie dem Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG) unterliegen oder nicht.

  3. Sogenannte 24-Stunden-Betreuung: Diese Form der Betreuung beinhaltet die Anwesenheit einer fremdländischen Alltagsbegleitung, rund um die Uhr im eigenen Zuhause. Dabei wird dem Pflegebedürftigen eine kontinuierliche Unterstützung bei sämtlichen Alltagsaktivitäten geboten, wodurch ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet werden kann und man die Möglichkeit hat, im häuslichen Umfeld zu verweilen. Problematisch wird es meist bei der Interpretation des Aufgabengebiets und der Arbeitszeiten, denn die sog. 24 h Kraft darf natürlich nicht rund um die Uhr arbeiten- und muss ebenso ein paar Tage die Woche frei haben. Hier sollte sich um die Einbindung von Familienangehörigen, Betreuungsdiensten und Pflegediensten gekümmert werden, um einseitiger Belastung entgegenzuwirken zu können.

Die Wahl der richtigen Versorgungsform hängt von individuellen Bedürfnissen, finanziellen Möglichkeiten und persönlichen Präferenzen ab. Wir helfen Ihnen gerne dabei, die passende Lösung für Ihre Situation zu finden und klären sie gerne über die entsprechenden Gegebenheiten auf.


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